Entsorgung Herne lädt zum Erlebnistag

Sturmfrisur | Foto: Achim PreikschatDraußen tobte Orkan „Friederike“ über NRW hinweg und Entsorgung Herne hatte zu einem Pressetermin auf den neuen Wertstoffhof an der Meesmannstraße eingeladen. Während mir der Sturm um die Ohren wehte, schaute ich mir das neue Gelände genauer an. Hier und da wurde noch fleißig gearbeitet, denn für den Erlebnistag am Sonntag, den 21. Januar 2018 soll ja alles hübsch herausgeputzt sein. Der Tag steht unter dem Motto „Nachhaltigkeit“. Entsprechend können sich die Besucher in einem Container über die Weiterverwertung von scheinbar nicht mehr benötigten Gegenständen informieren. Ob Brotbeutel aus alten Stoffen, Kerzen aus Wachsresten oder Schalen aus alten Schallplatten – über all das werden sich die Besucher informieren können.

Die kleinen Gäste dürfen beim Erlebnistag den original Löwenzahn-Bauwagen aus der ZDF-Serie unter die Lupe nehmen und mal auf einem Müllwagen mitfahren. Bei den größeren „Kindern“ dürfte die Fahrzeugausstellung für staunende Augen sorgen, bei der moderne und historische Müllfahrzeuge gezeigt werden.

Achim Preikschat im Gespräch mit Horst Tschöke von Entsorgung Herne | Foto: Achim Preikschat
Entsorgung Herne-Chef Horst Tschöke freut sich, dass der neue Wertstoffhof nun fast fertig ist.

Rund 5 Millionen Euro wurden für den Bau des neuen Wertstoffhofs an der Meesmannstraße in die Hand genommen. Spatenstich war im April 2017, die Fertigstellung sollte bereits im Oktober sein. Aber Witterungs- und Bauprobleme machten Entsorgung Herne immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Horst Tschöke, der Chef der Stadttochter, ist allerdings zuversichtlich, dass der Werstoffhof im Februar endgültig seinen Betrieb aufnehmen kann.

Gefahrenstoffeinsatz bei Entsorgung Herne

Manchmal verläuft ein freier Samstag anders als geplant. Um kurz nach 10 Uhr textete mir der Nachrichtenkollege von Radio Herne, dass die Südstraße in Herne gesperrt sei. Dort liefe ein größerer Polizei-/Feuerwehreinsatz, mehr wisse er noch nicht. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr einfach mal dort vorbei.
Die Polizisten vor Ort vermittelten mir schnell ein Gespräch mit einem dem Einsatzleiter der Herner Berufsfeuerwehr. Ein Bürger hatte am Schadstoffmobil von Entsorgung Herne an der Südstraße eine Kartusche abgegeben, in der sich offenbar ein so genanntes uranverstärkter Stoff befand. Das Behältnis war undicht, woraufhin die Feuerwehr verständigt wurde. Diese löste sofort einen Strahlenschutzeinsatz aus und ließ die Südstraße zwischen Meesmannstraße und Holsterhauser Straße durch die Polizei absperren. Der Mitarbeiter von Entsorgung Herne und der Bürger wurden zur Dekontaminierung einem Krankenhaus zugeführt. Gleichzeitig wurde eine spezielle Taskforce-Gruppe der Berufsfeuerwehr Dortmund verständigt, die auf solche Einsätze spezialisiert ist. Das Behältnis konnte zwischenzeitlich gesichert werden. Zeitgleich wurde das Wohnhaus in der Haydnstraße in Wanne-Eickel gesperrt, in dem der Bürger wohnt. Es bestand der Verdacht, dass auch die Wohnung kontaminiert sein könnte. Glücklicherweise konnte um kurz nach 13 Uhr Entwarnung für beide Einsatzstellen gegeben werden und die Kräfte konnten wieder abrücken. Laut Feuerwehr und Stadt habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.