Alltagsmaske ist besser als gar nichts

Mundschutz

Eine Alltagsmaske kann in diesen Corona-Zeiten ein wertvoller Schutz sein. Darum empfiehlt ihn auch die Bundesregierung dringend. Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es aber noch nicht. Mein Tipp: Schützt Euch selbst!

Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es noch nicht, lediglich eine dringende Empfehlung. Immer mehr Bundesländer schreiben allerdings im Alleingang das Tragen einer Maske in Geschäften und im ÖPNV vor. Außerdem wird das Thema aktuell heiß diskutiert. Die meisten Experten vertreten die Ansicht, dass selbst Alltagsmasken das Umfeld vor größeren Tröpfchen schützen. Für den Träger selbst soll eine solche Maske keinen Schutz bieten, meinen fast alle Experten. Es gibt allerdings auch bereits Meinungen, wonach eine solche Alltagsmaske auch den Träger vor größeren Tröpfchen schützen könnte. Verlassen würde ich mich auf all diese Spekulationen nicht, vom Tragen einer Maske kann mich das allerdings nicht abhalten.

Welche Masken kommen in Frage?
Weil professionelle und wirksame Masken Mangelware sind und zunächst medizinischen Einrichtungen vorbehalten bleiben, ist Phantasie gefragt. Wer die Möglichkeit hat, setzt sich an die Nähmaschine und schneidert sich aus Stoff selbst eine Maske. Alternativ bieten auch viele Änderungsschneidereien solche Stoffmasken an. Wichtig: Die Maske sollte Mund und Nase bedecken und bei mindestens 60 Grad waschbar sein. Alternativ sollte sie eine Behandlung mit dem Bügeleisen aushalten können.
Wer keine selbstgenähte Maske ergattern kann, darf auch zu einem Schal oder Tuch greifen, gerne auch mehrlagig vor Mund und Nase.

Wie ist die Maske an- und abzulegen?
Vor dem Aufsetzen der Maske gilt: Hände gründlich waschen und nicht auf den Stoff fassen, der vor Mund und Nase sitzt. Idealerweise fasst man die Maske an den Enden der Bänder oder Gummis an und zieht diese dann erst über das eine und anschließend über das andere Ohr.
Beim Abnehmen verfährt man einfach in der umgekehrten Reihenfolge. Die benutzte Maske sollte am besten direkt bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Wie sollte die Maske gereinigt werden?
Idealerweise sollte die Maske nach jedem Tragen direkt bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. ECO- oder Sparprogramme sind ungeeignet, weil sie diese Temperatur in der Regel nicht erreichen.
Alternativ kann die Maske auch mit einem Bügeleisen behandelt werden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass auch die Taschen und Falten der Maske heiß gebügelt werden. Generell gilt: Je länger der Stoff behandelt wird, desto mehr Viren sterben ab.
Wer es noch einfacher haben möchte, kann die Maske auch in den Backofen packen. Die eingestellte Temperatur sollte 70 Grad betragen und die Maske mindestens 30 Minuten im Backofen verbleiben.
Das Lüften an der frischen Luft reicht übrigens nicht, weil Corona-Viren bis zu 72 Stunden überleben können.

Wie wirksam ist der Schutz durch Alltagsmasken?
Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Schutzwirkung von Alltagsmasken gibt es noch nicht. Experten gehen aber davon aus, dass größere Tröpfchen durch Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen zurückgehalten werden und dadurch einen Schutz für die Umgebung bieten. Umgekehrt bietet eine Alltagsmaske für den Träger aber nach Expertenmeinung keinen Schutz. Allerdings gibt es inzwischen auch Experten die sagen, dass auch der Träger einer Alltagsmaske vor größeren Tröpfchen aus der Umgebung geschützt werden könnte. Als verlässlich würde ich all diese Informationen aber nicht ansehen.

Welche Erkenntnis bleibt?
Das Tragen einer Alltagsmaske kann nicht schaden, wenn bei der Benutzung einige Regeln beachtet werden. Grundsätzlich sollte man sich aber nicht darauf verlassen. Der beste Schutz ist die richtige Handhygiene, Abstand halten und soziale Kontakte meiden.