Liebeskummer ist ein irrationaler Zustand

Gebrochenes Herz
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Jeder kennt ihn, keiner mag ihn: Liebeskummer. Doch irgendwann erwischt es jeden von uns einmal. Wenn die Seele weh tut, ist guter Rat teuer. Vielleicht helfen ja ein paar Tipps, mit dem Liebeskummer besser umgehen zu können.

Ich bin kein Therapeut, kein Psychologe, kein Verhaltensforscher. Einfach nur ein Mensch, dem Liebeskummer bestens bekannt ist. Das Essen schmeckt nicht mehr, melancholische Songs sind unsere Lieblingsmusik, die Gespräche mit Freunden drehen sich ausschließlich um die Trennung, man möchte nichts mehr unternehmen und immer wieder hat man nur einen einzigen Satz im Kopf: „Warum ist es nicht mehr so, wie es mal war?“

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Liebeskummer ein Ungleichgewicht zwischen Verstand und Emotion ist. Der Verstand sagt einem, dass die Beziehung gestört oder beendet ist. Emotional hängt man allerdings noch in vergangenen Tagen und erinnert sich an die schönen Zeiten. Wir Menschen sind aber nun einmal so gestrickt, dass wir Logik und Emotionen im Einklang haben möchten. Liebeskummer ist genau das Gegenteil.

Doch wie kommt man raus aus diesem Dilemma? OK, Freunde werden einem zu Recht sagen, dass es einfach seine Zeit braucht. Oder sie klopfen einem auf die Schulter und sagen, dass es schon wieder wird. All das bringt aber gar nichts, weil es an dem momentanen Empfinden nichts ändert. Sich zu Hause abzuschotten und den ganzen Tag seinen Gedanken nachzuhängen bringt allerdings auch nichts. Ideal wäre es, wenn man sich neu verlieben würde. Dieses Glück hat man aber in den seltensten Fällen. Man sollte einfach mal logisch über den Ist-Zustand nachdenken. Warum ist dieser Mensch nicht mehr da? Warum ist es ihm egal, dass wir gerade leiden? Müsste er nicht jetzt an unserer Seite sein und uns Kraft und Zuversicht geben? Wie ist es überhaupt zu der jetzigen Situation gekommen? Mit den Antworten auf diese Fragen stellen wir sehr schnell fest, dass dieser Mensch nicht der richtige sein kann. Es macht also keinen Sinn, seinetwegen zu leiden und das Leben nicht zu genießen. Das, was man so schmerzlich vermisst, ist nicht der andere Mensch, sondern die eigene Unzulänglichkeit. Was hält uns davon ab, gerade jetzt einige Highlights in unserem Leben zu setzen? Die Welt dreht sich schließlich weiter. Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt Dinge zu tun, die uns positiv beeinflussen. Das können Veränderungen an unserem Styling oder in der Wohnung sein, die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches oder das Entrümpeln des Kellers. Wichtig sind Erfolgserlebnisse und die Einsicht, dass das Leben auch ohne diesen Menschen lebenswert und schön ist. Denn wie gesagt: Wäre dieser Mensch der richtige gewesen, hätten wir jetzt auch keinen Liebeskummer. Und auch wenn man es aktuell nicht wahr haben möchte: Irgendwo da draußen wartet bereits der Mensch, auf den man sich als nächstes freuen darf.

Merke: Es macht keinen Sinn für einen Menschen zu leiden, dem wir gleichgültig sind!

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