USB-Stick wird nicht mehr erkannt

Lexar JumpDrive P10 | Foto: Achim Preikschat
Eine dauerhaft leuchtende LED verheißt nichts Gutes.

Von jetzt auf gleich wurde mein USB-Stick nicht mehr erkannt. Zum Glück verspricht der Hersteller eine lebenslange, eingeschränkte Garantie. Doch die stellte sich unter dem Strich als völlig unrentabel heraus.

Mit USB-Sticks stehe ich ein wenig auf dem Kriegsfuß. Ob preiswert oder teuer – irgendwann gibt scheinbar jeder Stick mal seinen Geist auf. Das war dieser Tage auch mit meinem Lexar JumpDrive P10 so. Von jetzt auf gleich wurde er von keinem Rechner mehr erkannt und die rote LED leuchtete dauerhaft. Auf der Internetseite von Lexar las ich, dass auf diesen Stick eine lebenslange, eingeschränkte Garantie gewährt wird. Also schrieb ich eine Mail, schilderte mein Problem und bat um Zuteilung einer RMA. Wenige Minuten später bekam ich mehrere Antworten. Allerdings nicht von Lexar, sondern von Crucial. Also erst einmal ein wenig recherchiert. Lexar wurde von der Unternehmensgruppe Micron aufgekauft, zu der auch Crucial gehört. Und da Crucial Speichermedien herstellt, übernehmen die auch den Support für Produkte von Lexar. Nach meiner Mail wurde direkt ein Kundenkonto unter meinem Namen eingerichtet, das ich noch mit einem Passwort absichern musste. In einer der Mails wurde ich gebeten, meinen defekten USB-Stick unter der zugeteilten RMA-Nummer nach England zu schicken. Außerdem wurde ein Auftrag für einen neuen USB-Stick erstellt. Da mein Stick nicht mehr verfügbar ist, wurde mir ein JumpDrive P20 mit 32 GB für 17,85 Euro angeboten. Da Crucial für meinen defekten Stick den versicherten Versand empfiehlt, guckte ich bei DHL mal nach den Kosten. Demnach wird ein Paket nach Großbritannien mit 13,99 Euro Porto berechnet. Unter dem Strich würde mich der Austausch meines defekten Sticks also 31,84 Euro kosten. Den Aufwand für das Verpacken und Einliefern bei DHL lasse ich jetzt mal außen vor. Für 26,99 Euro kann ich den gleichen Stick allerdings auch im Elektromarkt um die Ecke kaufen. Lege ich noch einmal 1,99 Euro drauf, bekomme ich ihn als Paket nach Hause geliefert.

Fazit:
Wirtschaftlich gesehen macht die Garantie keinen Sinn. Der Neukauf des Sticks ist günstiger als die Garantieabwicklung über Crucial. Nicht zu vergessen der Datenschutz. Auf dem Stick befinden sich sensible, persönliche Daten, die man nicht unbedingt in andere Hände gelangen lassen möchte.