DVB-T2 – Darauf muss man achten

Kein TV-Signal | Foto: Achim Preikschat

In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2017 wird das bisherige DVB-T abgeschaltet. Damit fällt zeitgleich der Startschuss für DVB-T2. Die neue Norm bringt bis zu 40 frei empfangbare Kanäle in HD-Qualität. Ohne Zusatzkosten sind allerdings nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender empfangbar. Während der ersten drei Monate können in einer Testphase allerdings auch Privatprogramme kostenfrei empfangen werden. Danach ist eine jährliche Abo-Gebühr in Höhe von 69 Euro für die privaten Anbieter zu entrichten. Alle Programme von ARD und ZDF bleiben weiterhin kostenfrei. Wenn man einige Punkte beachtet, klappt die Umstellung völlig problemlos.

Wird neue Hardware benötigt?
Wer bereits über ein Fernsehgerät oder eine Settop-Box mit dem grünen DVB-T2-Aufkleber verfügt, braucht kein neues Gerät. Sollte das nicht der Fall sein, kann man über die Anschaffung eines tauglichen Fernsehers nachdenken. Möchte man sein Gerät behalten, ist auf jeden Fall eine DVB-T2-taugliche Settop-Box fällig. Solche Boxen gibt es ab etwa 60 Euro.

Kann die bisherige Antenne weiter genutzt werden?
Wer bereits eine Antenne für DVB-T nutzt, kann diese in der Regel auch für DVB-T2 verwenden. Besitzt man noch gar keine Antenne, bietet der Handel eine reichhaltige Auswahl ab etwa 5 Euro. Bei den Einsteigerantennen handelt es sich um einfache Zimmer-Stabantennen, die bei günstiger Wohnlage durchaus ausreichen können. Sind die Empfangsverhältnisse ungünstiger, sollte man über eine Antenne mit Verstärker oder eine Außenantenne nachdenken. Am besten lässt man sich hierzu im Fachhandel beraten.

Ist ein neuer Sendersuchlauf erforderlich?
Da die Frequenzen des bisherigen DVB-T abgeschaltet und für das neue DVB-T2 neue Frequenzen genutzt werden, ist auf jeden Fall ein Sendersuchlauf erforderlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob man DVB-T2 direkt mit dem Fernsehgerät oder über eine Settop-Box empfängt.

Wozu der ganze Aufwand?
Für die Fernsehsender bedeutet die Umstellung auf die neue Technik eine Kostenersparnis. So sinken allein bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die jährlichen Betriebskosten von 110 auf 95 Millionen Euro.
Außerdem sollen die frei werdenden Frequenzen des jetzigen DVB-T für schnellere Internetverbindungen zum Beispiel in ländlichen Gebieten genutzt werden.